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Energiekonzept

Erklärtes Ziel unseres Umbaus war eine ökologisch durchdachte Energietechnik, die zukunftssicher, robust, wartungsarm und komfortabel zugleich sein sollte. Eine großzügig ausgelegte Solaranlage mit 40m² Fläche, eine Wärmepumpe und drei Erdsonden von jeweils 70m Tiefe sind die Bausteine für eine hochmoderne Heizungsanlage, die auf Dauer niedrigste und kalkulierbare Energiekosten für die Bewohner garantiert.

Zugegebenermaßen: zu Beginn der Planung haben uns noch manche ausgelacht, solide Handwerksmeister nur mit dem Kopf geschüttelt und auf bewährte Konzepte gedrängt. Bei einem Heizölpreis von jetzt nahezu einem Euro hören wir nur noch Anerkennung.

… die Solaranlage wird voraussichtlich von April bis Oktober den Energiebedarf für Heizung und Warmwasser fast vollständig abdecken, aber auch in den Wintermonaten noch messbar den Energiebedarf entlasten. Sollte die Sonne sich für einige Tage verstecken, ist genug Energie in zwei Pufferspeichern mit über 2000l gesammelt, die bis 95° Temperatur aufgeheizt werden. Natürlich wird an sonnigen Tagen viel mehr Energie anfallen, als von den Bewohnern je verbraucht werden kann. Kein Problem - die intelligente Steuerung leitet den Überschuß in die Erdsonden, das Muschelkalkgestein im Volkacher Untergrund bildet einen riesigen Speicher, der in der Heizperiode wieder abgerufen werden kann.

… die Wärmepumpe sieht aus wie ein missratener Kühlschrank, funktioniert auch so ähnlich, aber nur umgekehrt. Sie entzieht einer Sole, die durch die Erdsonden in einem geschlossenen Kreislauf gepumpt wird, die Wärme und erzeugt damit im Winter - wenn im Untergrund noch eine Temperatur von ca 12° herrscht - behagliche Temperaturen im Haus. Beispielsweise wird die Sole von 10° auf 5° abgekühlt, die Temperatur im Heizkessel aber auf 55° gebracht. Dabei wird nur ca. 1 kWh elektrischer Energie benötigt, um 4 kWh Heizenergie bereitzustellen - das Konzept ist also auch für ökologische Puristen vertretbar. Voraussichtlich wird die Wärmepumpe sogar einen deutlich höheren Wirkungsgrad erreichen, da wir auf die im Sommer angelegten Wärmevorräte zusätzlich zurückgreifen können. Das wird man aber erst nach einigen Jahren beurteilen können, wenn sich im unterirdischen Speicher ein Gleichgewicht eingestellt hat. Die energetischen Vorgänge sind über PC jederzeit abrufbar und ggf. auch neu zu optimieren.

… und im Sommer gibt es einen kleinen Zusatznutzen: dann ist nämlich das Erdreich kühler als die Umgebung. Unsere Heizungssteuerung weiß das auch und pumpt einfach die kühlere Sole in die Anlage. Damit können ohne Energieaufwand - die Wärmepumpe wird nicht gebraucht - die Räume im Sommer auf das gewünschte Niveau gekühlt werden. Es fallen lediglich die Stromkosten für die Pumpen an, die hinwiederum natürlich energetisch optimiert laufen.

Voraussetzung für eine solche Anlage ist eine wirksame Wärmedämmung, aber auch ein effektives System zur Wärme- ( und Kälte-)verteilung in den Wohnräumen. Wir haben trotz der Beschränkung durch Denkmalschutz und historischer Bausubstanz energetisch das Neubauniveau nach der aktuellen EnEV (Wohnung 1) bzw. das KfW-40 Niveau (Wohnung 2 und 3) erreicht und können dies mit einem detaillierten Energiebedarfsausweis für die einzelnen Wohnungen belegen. Grundlage für eine hohe Behaglichkeit bei niedrigstem Energieaufwand sind Fußbodenheizungen in allen Räumen, die auf Vorlauftemperaturen von 30-35° ausgelegt sind, sowie ein Bündel von Wärmedämm-Maßnahmen (z.B. 3-fach Wärmeschutzverglasung, Orientierung der großen Fensterflächen nach Süden).

In der Wohnung 1 gibt es darüber hinaus im Wohnraum einen Kaminofenanschluss mit Zufuhr von Außenluft - vorbereitet ist auch ein Kreislauf zur Einbringung evtl. Überschusswärme in den Pufferspeicher. In der Dachwohnung (Wohnung 2) wird ein restaurierter gusseiserner Ofen aus der Bismarckzeit zur Verfügung stehen.

Flatrate - Energiekosten inclusive

Die technischen Vorgaben erlauben uns die Vermietung der Wohnungen mit einer auf Jahre garantierten Energie-Flatrate, also im Mietpreis enthaltenen Pauschale für Heizung und Warmwasser. Das Risiko für evtl. weitere Steigerung der Energiekosten übernimmt somit der Vermieter. Damit entfallen auch zusätzliche Kosten und Aufwand für Messung und Berechnung der anteilig verbrauchten Energiemengen - was Mieter und Vermieter gleichermaßen erfreut. Voraussetzung für dieses Konzept ist freilich ein Mindestmaß an ökologischer Orientierung auch bei den Mietern.